Im Frühjahr des Jahres 1887 wurde in St. Marienkirchen bei Schärding ein Veteranenverein gegründet. Die Gründer waren Josef Gruber, K.u.K. Postbeamter in St. Marienkirchen und Leopold Ingelsberger, Finanzbeamter in Gstötten.
Die erste Fahnenweihe erfolgte 1888. Fahnenmutter war Frau Katharina Etzinger, Müllnerin in Gstötten, Fahnenpatin war Frau Maria Gruber, Gastwirtstochter in St. Marienkirchen.
Am 27. Mai 1912 wurde das 25-jährige Gründungsfest gefeiert. Zu diesem Fest fanden sich 28 Vereine ein.
1. Weltkrieg. Von diesem kehrten 70 Soldaten nicht mehr in die Heimat zurück.
Am 24. Mai 1924 erfolgt die Kriegerdenkmalenthüllung.
Im Jahr 1939 wurde der Verein in Kyffhäuserbund umbenannt.
Zur Umbenennung des Kameradschaftsbundes St. Marienkirchen bei Schärding in Kyffhäuserbund im Jahr 1939 gibt es keine weiteren Informationen. Es ist jedoch bekannt, dass der Kyffhäuserbund ein Verband für ehemalige Soldaten und Kriegsopfer war, der während der Weimarer Republik gegründet wurde und später unter der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland weiterbestand. Es ist möglich, dass die Umbenennung des Kameradschaftsbundes St. Marienkirchen bei Schärding in Kyffhäuserbund auf den Einfluss der nationalsozialistischen Regierung zurückzuführen ist.
Während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) wurden erneut viele Soldaten aus St. Marienkirchen bei Schärding eingezogen und mussten für das nationalsozialistische Regime kämpfen. Insgesamt kehrten 118 Kameraden nicht mehr zu ihren Familien zurück, was auf die schweren Kämpfe und Verluste während des Krieges zurückzuführen ist.
Am 8. Dezember 1957 wurde eine Versammlung einberufen, um die Tradition des ehemaligen Kameradschaftsbundes St. Marienkirchen bei Schärding neu zu beleben und weiterzuführen. In dieser Versammlung wurde beschlossen, sich dem österreichischen Kameradschaftsbund anzuschließen, und somit entstand die Ortsgruppe St. Marienkirchen des Kameradschaftsbundes. Ludwig Bauer wurde zum neuen Obmann gewählt. Diese Entscheidung war ein wichtiger Schritt zur Wiederbelebung der Gemeinschaft ehemaliger Soldaten und Kriegsopfer in St. Marienkirchen bei Schärding nach den Kriegsjahren.
Von 1958 ist Johann Gruber Obmann, bis ihn (Jahr) Obmann xy ablöste.
Wertschätzung für die Arbeit des oberösterreichischen Kameradschaftsbundes, Ortsgruppe
St. Marienkirchen bei Schärding, durch eine Urkunde des Landeshauptmannes.
Der Herr Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, spricht damit seinen Dank und Anerkennung für die Arbeit der Kameraden aus, eine Arbeit für den Erhalt des Friedens.
Frieden in Österreich ist aber auch abhängig vom Frieden in der Welt und daher setzen wir Kameraden uns dafür ein, dass Österreich seinen vollen Status an
immerwährender Neutralität schützt und verteidigt.
Österreich war und soll auch weiterhin das Land auf der Erde sein, in dem sich Kontrahenten treffen können, das Land in dem mit
allen Parteien Verhandlungen möglich sind und an einen Verhandlungstisch geführt werden. In Österreich soll wieder Frieden erlangt und Verträge geschlossen werden, die den Frieden auch in anderen
Ländern nachhaltig sichern können.
Wir Kameraden wollen den Frieden schützen und erhalten, für Österreich und für die Welt in der wir leben, für die Kinder und Enkel und für jeden Menschen, ungeachtet seiner Herkunft, Religion oder Einstellung.
Der Kameradschaftsbund und seine Arbeit ist heute wieder aktueller und wichtiger den je. Kriege und Krisen in unseren Nachbarländern, in Europa und weltweit brauchen die Initiative und den Einsatz von Menschen, die wissen welch unsägliches Leid, Tod und Trauer diese Kriege hervor bringen und welche Narben für Jahrzehnte bleiben und nicht verheilen.
Wir reichen als Erste die Hand zum friedlichen Miteinander.
