Ein Bekenntnis zur immerwährenden Neutralität und zum Frieden.
Am 26. Oktober gedenkt Österreich seiner immerwährenden Neutralität – ein historischer Meilenstein, der seit 1955 im Bundesverfassungsgesetz verankert ist.
Dieser Tag ist mehr als ein Feiertag: Er ist ein stilles Versprechen an die Zukunft, ein Zeichen der Eigenständigkeit und ein Auftrag zur Friedensarbeit.
„Österreich erklärt aus freien Stücken seine immerwährende Neutralität. Es wird diese mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln aufrechterhalten und verteidigen.“
(Artikel 1, Bundesverfassungsgesetz vom 26. Oktober 1955)
Für den Kameradschaftsbund St. Marienkirchen bei Schärding ist dieser Tag Anlass zur Besinnung und zur aktiven Verantwortung. Unsere Aufgabe ist nicht die Vorbereitung auf den Krieg, sondern die Pflege des Friedens. Wir stehen für Kameradschaft, Erinnerungskultur und die Bewahrung jener Werte, die Österreich stark machen: Unabhängigkeit, Menschlichkeit und Dialog.
In einer Zeit, in der neue Technologien wie Drohnenabwehrsysteme oder „Sky Shield“-Initiativen diskutiert werden, erinnern wir daran: Sicherheit entsteht nicht durch Technik, sondern durch Vertrauen, Zusammenarbeit und eine klare Haltung.
Unsere Neutralität ist kein Relikt – sie ist ein aktives Friedensprojekt.
Wir sagen:
🕊️ Nein zu fremden Militärstützpunkten (auch keine Transporte von mil. Gerät durch oder über Österreich).
🕊️ Nein zu Bündnispflichten oder wirtschaftlichen Abhängigkeiten, die unsere Eigenständigkeit gefährden.
🕊️ Ja zur Friedensarbeit, zu Dialog statt Aufrüstung, im Kleinen wie im Großen.
Der Kameradschaftsbund lebt diese Haltung – in Gedenkveranstaltungen, in der Jugendarbeit, im Dialog mit der Gemeinde.
Wir danken allen, die diesen Weg mit uns gehen.
(1) Zum Zwecke der dauernden Behauptung seiner Unabhängigkeit nach außen und zum Zwecke der Unverletzlichkeit seines Gebietes erklärt Österreich aus freien Stücken seine immerwährende Neutralität. Österreich wird diese mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln aufrechterhalten und verteidigen.
(2) Österreich wird zur Sicherung dieser Zwecke in aller Zukunft keinen militärischen Bündnissen beitreten und die Errichtung militärischer Stützpunkte fremder Staaten auf seinem Gebiete nicht zulassen.
Goldenes Ehrenzeichen des Schwarzen Kreuzes für jahrzehntelanges Engagement
Dem Obmann des Kameradschaftsbundes St. Marienkirchen, Johann Wimmeder, wurde am 18. Oktober 2025 das große goldene Ehrenzeichen des Österreichischen Schwarzen Kreuzes verliehen. Diese Auszeichnung würdigt seine langjährige, unermüdliche Arbeit im Rahmen der Allerheiligensammlungen – eine Aufgabe, die er über mehr als zwei Jahrzehnte mit Herz, Haltung und persönlichem Einsatz erfüllt hat.
Ob in Zusammenarbeit mit dem Bundesheer, im Bezirk oder direkt in unserer Gemeinde: Johann Wimmeder hat die Sammlungen stets organisiert, koordiniert und ist selbst an den Toren zum Friedhof gestanden – mit ruhiger Präsenz und klarer Botschaft.
Denn gesammelt wird nicht nur für den Erhalt der Kriegsgräber und Denkmäler. Es geht um mehr:
🕊️ Um das Gedenken an jene, die ihr Leben verloren haben.
🕊️ Um die Mahnung, dass Krieg kein Mittel des Zusammenlebens sein darf und Kriegstreiber keine Chance haben dürfen
🕊️ Um die Verpflichtung, Frieden zu schaffen und zu bewahren.
„Frieden beginnt im Denken, im Dialog, im respektvollen Miteinander“, so Wimmeder. „Nicht Aufrüstung und Waffen, nicht Geldspenden an kriegführende Staaten oder technische Abwehrschirme – sondern das Lernen, zu kommunizieren. Sich friedlich zu verständigen. Die Diplomatie zu nutzen.“
Der Kameradschaftsbund St. Marienkirchen gratuliert herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und dankt Johann Wimmeder für sein beispielhaftes Wirken – als Obmann, als Mensch, als Mahner für den Frieden.
ZVR-Zahl: 126041543
